Maximilian Fiel: „Auf allen Ebenen muss ein kontinuierlicher Verjüngungsprozess angestoßen werden.“

„Parteivorsitz und Kanzleramt müssen vorübergehend voneinander getrennt werden. Die Kernpunkte der CDU und die Anliegen ihrer Mitglieder waren in der Regierungsarbeit der vergangenen Jahre kaum mehr zu erkennen. Das hat sich jetzt im Wahlergebnis niedergeschlagen“, sagt Maximilian Fiel, Kreisvorsitzender der Jungen Union Esslingen.

So seien wichtige Beschlüsse vergangener Bundesparteitage der CDU ignoriert und übergangen worden. Jüngste „Opfer“ seien ein Beschluss für die Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft und gegen die „Ehe für Alle“ gewesen.  „Eine Parteivorsitzende muss die Beschlüsse ihrer Mitglieder respektieren und ihr Möglichstes tun,  damit sie umgesetzt werden – unabhängig von politischer Stimmungslage und eigener Position“, so Fiel. Mit dieser Haltung wären nicht nur viele Mitglieder vor den Kopf gestoßen, sondern auch viele Wähler „vergrault“ worden.

Die Bilder des Wahlabends aus dem Konrad-Adenauer-Haus seien nicht repräsentativ für das Stimmungsbild innerhalb der CDU und Jungen Union. „Ich kann nicht verstehen, wie man bei 33 Prozent in Jubelchöre ausbrechen kann. Das ist nicht der Anspruch unserer Partei“, sagt Karolin Schmidt, stellvertretende Kreisvorsitzende der Jungen Union. Das Ergebnis müsse knallhart und auf allen Ebenen aufgearbeitet werden. Für die Junge Union sei jedoch klar, dass „auf allen Eben ein kontinuierlicher Verjüngungsprozess“ angestoßen werden muss. „Die Lethargie muss ein Ende haben. Wir brauchen wieder Kraft und Lust für unsere Politik. Nur so werden wir auch die Menschen wieder mitnehmen“, sagt Maximilian Fiel abschließend.

Aufarbeitung der Bundestagswahl – Junge Union will Parteivorsitz und Kanzleramt trennen

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