Wie jede Partei wählt auch die CDU Mittel, Wege und Gestaltungsformen für ihr Brandmanagement, die zur Marke „CDU“ passen. Aber gilt das auch für Personen? Verkörpert Angela Merkel die Marke „CDU“?
Nüchtern betrachtet hat sie es nicht geschafft, der CDU ein klares Profil zu geben. So richtig es ist, dass mit einer reinen Unionslehre keine Wahl mehr zu gewinnen ist, so falsch ist es auch, eine Partei mit ihren christlich konservativen Wurzeln immer weiter zur linken Mitte hin zu positionieren. Dadurch geht der Markenkern verloren.
Was will die CDU: „Die CDU will das öffentliche Leben im Dienst des deutschen Volkes und des deutschen Vaterlandes aus christlicher Verantwortung und nach dem christlichen Sittengesetz auf der Grundlage der persönlichen Freiheit und des sozialen Rechtsstaates demokratisch gestalten“.
Die drei Kernpunkte sind hierbei Arbeit, Wachstum und Sicherheit. Der Mensch mit seinen Bedürfnissen, aber auch seinen Verpflichtungen steht im Mittelpunkt der Politik. Die CDU muss eine Partei der sozialen Sicherheit und Gerechtigkeit sein. Dies wird von der Kanzlerin so allerdings nicht ausreichend kommuniziert. Und wenn sie es selber nicht kann, so muss sie Meinungsvertreter der jeweiligen Flügel unserer Partei neben sich dulden.
Wenn Aufmerksamkeit eine knappe Ressource ist, wird Kommunikation eine Schlüsselkategorie politischen Handelns. Da jede Partei, egal ob in der Kommune, auf Landes- oder Bundesebene letzten Endes davon lebt, bei allen wichtigen Entscheidungen eine Mehrheit hinter sich zu haben, muss sie gleichzeitig um eine möglichst breite Zustimmung werben – und das geht nur mit klaren Positionen!
Angela Merkel sollte also schleunigst erkennen, dass man Politik konkret gestalten muss.
Mit besten Grüßen,
Tim Hauser
Kreisvorsitzender
Kommentare (0) ·
Trackbacks (0)