Nachdem die Veranstaltung bereits 2009 und 2010 in Berlin stattgefunden hatte, verschlug es mich – auch aufgrund des neuen Tagungsorts – dieses Jahr endlich auch auf das Politcamp: Am 4. und 5. Juni trafen sich im „Alten Wasserwerk“ in Bonn Netzpolitiker und netzpolitisch Interessierte aus allen politischen und fachlichen Richtungen, um sich gemeinsam über Medien- und Netzpolitik auszutauschen.

Der Vormittag war diesmal in Form von Podiumsdiskussionen im Plenum organisiert; hier wurde – teils direkt, teils über die aufgebaute Twitterwall – über Themen wie die Rolle von Facebook für Demokratiebewegungen oder den aktuellen Stand der Enquete-Kommission Internet und Digitale Gesellschaft des Deutschen Bundestags diskutiert; letzeres Panel war auch mit MdBs aller Bundestagsparteien besetzt.
Die Nachmittage waren dagegen als Barcamps organisiert. Das heißt: Jeder Teilnehmer kann innerhalb fester Zeitslots Vorträge oder Diskussionen anbieten und jeder Teilnehmer kann sich entscheiden, welche „Sessions“ er jeweils besuchen will. Der Austausch zeigte: Die Netzpolitik ist oft ein Thema, bei dem es einfacher ist, einen Konsens mit den Netzpolitikern anderer Parteien zu finden, als mit Kollegen aus der eigenen Partei einig zu werden – gerade als CDUler kennen wir das Problem ja zu Genüge. Interessant war aber nicht nur der Austausch der verschiedenen Parteien, sondern auch der verschiedenen Fachrichtungen, aus denen die Teilnehmer kamen: Es kann doch nie schaden, wenn diejenigen, die die Medienpolitik machen, auch einmal mit denen in Kontakt kommen, die diese nachher konkret in die Praxis umsetzen müssen.
Seit dem 6. August ist das PolitCamp auch ein eingetragener Verein, der sich unter anderem die Förderung netz- und medienpolitischer Diskussionen über alle Parteien hinweg sowie die Förderung von medienpolitischen Kompetenzen bei Jugendlichen zum Ziel gesetzt hat. Weitere Infos gibt‘s unter http://www.politcamp.org, Twitter: @pc_org
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