Kreisvorsitzender Maximilian Fiel: Wechsel an der Stadtspitze ist überfällig

Nach dem peinlichen Schauspiel auf der Pliensaubrücke, das Esslingen bundesweite Schlagzeilen einbrachte, und den verbalen Entgleisungen gegenüber Stadtrat Tim Hauser ist für die Junge Union (JU) das Maß voll. Die Nachwuchsorganisation der CDU fordert SPD-OB Zieger auf, sich in den vorzeitigen Ruhestand zu verabschieden.
Kreisvorsitzender Maximilian Fiel: „Zieger ist nicht mehr der richtige Mann, um Esslingen in Richtung Zukunft zu führen.“ Ein Oberbürgermeister, für den das Hinterfragen seiner Meinung einer Majestätsbeleidigung gleichkomme, blockiere die sachorientierte und kollegiale Zusammenarbeit der von den Bürgerinnen und Bürgern gewählten Gemeinderäte mit der Verwaltung. Der Eklat im Mobilitätsausschuss des Gemeinderates sei nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringe. Ziegers Reaktion lasse jede Souveränität vermissen. Fiel bezeichnete es als ein fatales Signal, einem 35-jährigen Stadtrat vorzuhalten, noch "zu nass hinter den Ohren" zu sein: „Da braucht man sich nicht zu wundern, wenn junge Menschen keine Verantwortung mehr für das Gemeinwesen übernehmen wollen.“
Zieger habe die Zeichen der Zeit nicht erkannt, kritisiert der Esslinger JU- Stadtverbandsvorsitzende Maximilian Güldner und listet eine ganze Reihe von Versäumnissen und Fehlleistungen des SPD-OB auf. So sei Esslingen zum Beispiel Schlusslicht in Baden- Württemberg, wenn es um die Themen Digitalisierung und flächendeckenden Mobilfunkausbau gehe. Auch die rechtzeitige Sanierung der Neckarbrücken habe Zieger im wahrsten Sinne des Wortes verschlafen. Die Junge Union habe schon vor einem Jahrzehnt auf die maroden Brücken hingewiesen, von Zieger aber nur Hohn und Spott geerntet. Seit Jahren seien die städtischen Finanzen ein Ritt auf der Rasierklinge. Als die Junge Union bereits im OB-Wahlkampf 2006 mehrfach Besserungen einforderte, habe Zieger mit einer einstweiligen Verfügung gedroht. Die Verkehrssituation sei katastrophal und Esslingen auf dem besten, ein zweites Stuttgart zu werden. Andere Städte wie etwa Ludwigsburg investierten in digitale Verkehrsleitsysteme und ein voll digitalisiertes Ampelsystem, das den Verkehr verflüssige. In Esslingen hingegen boxe der OB mit seiner Stimme eine sogenannte Umweltspur durch, die ihren Namen nicht einmal ansatzweise verdiene, sondern im Gegenteil zu Dauerstaus führe.
Die Junge Union wirft Zieger eine verkorkste Stadtpolitik vor, deren Mängel sich beliebig fortsetzen ließe. Hinzu kämen persönliche Einlassungen gegenüber Repräsentanten der Esslinger Bevölkerung und auch gegenüber Mitarbeitern der Verwaltung. Jeder wisse dies, aber keiner traue sich, darüber zu sprechen. Häufige Personalwechsel zeugten von einem unguten Klima. Die Junge Union verlangt deshalb: “Herr Zieger, machen Sie den Weg frei für Neuwahlen und halten Sie Esslingen nicht weiter auf!“

« CDU nominiert Kandidaten für die Landtags- und die Bundestagswahl 2021: Junge Union begrüßt innerparteilichen Wettbewerb und fordert „frischen Wind“